Das Programm


Das Programm des Museums richtet sich an alle Berliner und Touristen aus dem In- und Ausland, vor allem aber an Jugendgruppen und Schulklassen,
die - nach Vereinbarung - auch in den Vormittagsstunden betreut werden können. Tel: (030) 402 86 91

    
   
  • Filme, Diskussionsrunden, Vorträge und wechselnde Ausstellungen im Museum und in der Peace Gallery machen auch wiederholte Besuche interessant

  • Umfangreiches Infomaterial kann im Museum eingesehen bzw. mitgenommen werden. Auch viele Bücher warten auf interessierte Leser

  • Die Broschüre »Ein Museum für den Frieden«, die über das heutige Anti-Kriegs-Museum informiert, »Krieg dem Kriege«, Ernst Friedrichs Fotodokumentation zum I. Weltkrieg, und ein 'Lebensbild' des Pazifisten Ernst Friedrich werden vom Museum im Selbstverlag herausgegeben und sind im und über das Museum zu beziehen.

   
     

Ausstellungen und Veranstaltungen

»Internationaler Terrorismus - Und was geht uns das an?«
Die Ausstellung bietet einen kurzen Überblick über die Geschichte des Terrorismus seit Beginn seiner Globalisierung in den 60er Jahren und seine Bedeutung und Konsequenzen für Deutschland heute.

Aktuelle Ausstellung

»Von Laotse bis Willy Brandt. Aus der Geschichte der Welt-Friedensbewegung«

Zur Ausstellung:
Kriege, so scheint es, hat es schon immer gegeben. Gerade die Geschichte Europas ist voller kriegerischer Auseinandersetzungen zwischen Kulturen, Religionen und Nationen. Von Europa gingen koloniale Unterdrückung und zwei Weltkriege aus. Über Jahrhunderte hinweg wurden Krieg und Gewalt von Politik und Geschichtsschreibung verherrlicht.
Aber auch die Kultur des Friedens hat eine lange Tradition in Europa. Sei es im Sinne des lateinischen Begriffes pax, der auf die rechtliche und staatliche Regelung des Zusammenlebens verweist. Sei es im Sinne des Wortes Frieden, das vom althochdeutschen fridu kommend die gleiche Wurzel hat wie Freundschaft und Freiheit. Stets gab es Stimmen, die den Krieg nicht als unausweichliches Schicksal hinnahmen, Menschen, die sich im Namen von Christentum, Humanismus und Aufklärung für Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit einsetzten, - oft verbunden mit großen Entbehrungen und persönlichem Leid, zumeist verlacht und verspottet, und heute zu unrecht vergessen.
Die Ausstellung wirft Schlaglichter auf die Geschichte der Friedensbewegung in Europa. Im Mittelpunkt stehen die Porträts von Frauen und Männern, die sich zu verschiedenen Zeiten und auf unterschiedliche Weise für den Frieden engagierten, wie Erasmus von Rotterdam und Albert Einstein, Bertha von Suttner und Käthe Kollwitz. Darüber hinaus werden Institutionen und Organisationen vorgestellt, die im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert zur Verhütung von Rüstung und Krieg entstanden sind und zum Teil bis heute bestehen, wie der Internationale Gerichtshof oder die »War Resisters International«.
Die Ausstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und wird nach und nach zu einer Weltgeschichte der Friedensbewegung erweitert. Sie will dem Besucher vermitteln, dass es keine Utopie ist, auf Frieden für die gesamte Menschheit zu hoffen, und dass es sich lohnt, in die Fußstapfen friedensengagierter Persönlichkeiten zu treten.
Wir sollten unter Nutzung der bereits vorhandenen Möglichkeiten neue Wege finden, Konflikte zu verhindern, die ihren Ursprung oftmals in der ungerechten Verteilung der natürlichen Reichtümer der Erde haben.
Wir sollten Toleranz gegenüber anderen Kulturen und Religionen üben, damit die Vielfalt der Menschheit als Bereicherung und jeder Mensch als gleichwertig und gleichberechtigt angesehen wird.



Im Westen nichts Neues? Stereofotografien vom Ersten Weltkrieg

Das Anti-Kriegs-Museum präsentiert Stereofotografien vom Ersten Weltkrieg. Zwei Betrachtungsgeräte lassen die historischen Aufnahmen dreidimensional erscheinen. So entstehen Einblicke in das Geschehen an Kriegsschauplätzen der Westfront, die - wie Verdun - zu Symbolen für die Zerstörungspotentiale moderner Kriege geworden sind. Aus der französischen Perspektive fotografiert, zeigen die Bilder verwüstete Landschaften, zertrümmerte Städte, Häuser und Kirchen, Leichen und Gräber, aber auch Soldaten, die lesen und Karten spielen oder stolz ihre Beute präsentieren, seien es Ratten oder die Waffen des Gegners. Als stumme Zeugen eines Krieges, dessen Sinnlosigkeit schon Remarque in seinem Roman »Im Westen nichts Neues« beschrieben hat, vermögen diese dreidimensionalen Bilder die heutigen Seh- und Denkgewohnheiten auf neue Weise zu irritieren.